Magie der Vielfalt

Berge erleben

Die drei Zinnen sind ein markanter Gebirgsstock in den Sextner Dolomiten, an der Grenze zu Belluno. Die drei Felstürme, von denen der höchste fast 3.000m in den Himmel ragt, sind wohl die berühmteste Felsformation im UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten.

An wenigen Tagen um Weihnachten, es ist die Zeit der Wintersonnenwende, geht die Sonne genau zwischen den drei Zinnen auf. Ein Naturschauspiel erster Klasse.

Zu beobachten ist dieses Spektakel vom Gipfel des 2. 838 m hohen Dürrenstein im Pragser Tal.
Es kostet uns schon etwas Überwindung um 5h morgens auf der Plätzwiese unsere Stirnlampen anzuknipsen und mit den Skiern die gut 850 Höhenmeter zu hinaufzusteigen. Je nach Schneelage ist das ein nicht zu unterschätzendes Unternehmen.
Einsam wird es wohl nicht am Gipfel. Immer mehr Lichtkegel von Stirnlampen tauchen im Wald auf.
Weiter geht es im Aufstieg. Spitzkehre um Spitzkehre schrauben wir uns hoch. Spätestens um 7.45 h müssen wir am Gipfel sein. Dann gilt es noch ein gutes Plätzchen zu finden. Profifotografen steigen noch früher auf. Sie suchen das perfekte Bild und den optimalen Punkt für Ihre Stative und Fotoausrüstung und zu viel Platz bietet so ein Berggipfel nun auch wieder nicht.

Immer wieder schweift unser Blick zum Horizont. Langsam erwacht der Tag. Erste Silhouetten der Drei Zinnen, der Cristallogruppe und der Hohen Gaisl sind zu sehen. Weiter trotz eisiger Kälte.
Endlich erreichen wir den kleinen Vorgipfel. Hier deponieren wir unsere Ski. Weiter geht es geht nur zu Fuß.
Es wird heller, der Himmel leuchtet in einem unbeschreiblich schönen Gelbton.
Kurz vor dem Gipfel gilt es noch einen schmalen Grat zu Queren und dann stehen wir am Gipfel des Dürrenstein. Fasziniert vom Ausblick auf die atemberaubende Bergwelt vor uns vergisst man fast die Kälte. Aber nur fast.
Gespannt schauen wir Richtung der Drei Zinnen und mit uns sicher weitere 20 Leute. Der Himmel färbt sich vom gelb in Orange. Bald ist es soweit. Dann, pünktlich um 7.50 h, schiebt sich die Sonne zwischen die Große und die westliche Zinne. Wie ein Feuerball zwischen den Felsen. Ein solch gigantischen Schauspiel gelingt nur der Natur und ist mit Worten kaum zu beschreiben. Ergriffen von der Erhabenheit des 360 Grad Panoramas auf die Sextner Dolomiten warten wir noch etwas bevor wir uns zum Abstieg bereit machen. Während ich meine Thermosflasche im Rucksack verstaue, lausche ich den Stimmen der anderen, der Deutschen und Italiener. Kaum zu glauben, dass unsere sich unsere Großväter im Ersten Weltkrieg genau bei den Drei Zinnen als Todfeinde gegenüberstanden. 
Stumme Zeugen finden man dort noch überall. Doch das ist eine andere Geschichte.
Die Abfahrt gestaltet sich wegen des harschigen Schnees schwieriger als gedacht. Aber beim Espresso im Tal ist jede Mühe vergessen.

Hat es sich gelohnt bei eisigen Temperaturen und kaltem Wind auf die Wintersonne zu warten?

Ja, es hat!

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Hans Weiss
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